Rede im Deutschen Bundestag - Dr. Matthias Heider spricht zur Kreditklemme

„Mit den besten Wünschen des ganzen Hauses“ werden die Neuparlamentarier im Deutschen Bundestag nach ihrer „Jungfernrede“ vom Bundestagspräsidenten bedacht. So am heutigen Freitag auch Matthias Heider, der vor dem Plenum zur Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft sprach.

Auf Antrag der Fraktion Die Linke diskutierten die Abgeordneten über die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe in den Bankensektor. Matthias Heider, der die Debatte als letzter Redner noch einmal Revue passieren ließ, sprach sich dabei im Namen für die CDU/CSU vehement für die Aufrechterhaltung von Privateigentum an Banken und für die Vertragsautonomie aus. Er warf der Linken vor, sie wolle die Axt an diese Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft legen.

Heider wies darauf hin, dass sich im nächsten Jahr vor allem die Finanzierungssituation von mittelständischen Betrieben zu verschlechtern drohe. Deswegen müsse man seitens der Bundesregierung etwas tun. Gerade die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Unternehmen im Sauerland, die von Kurzarbeit betroffen seien, erwarteten, „dass unter-nehmerisches Handeln trotz Krisenwirkung möglich bleibt. Damit die Wettbewerbs-fähigkeit der deutschen Wirtschaft zu Beginn des kommenden Aufschwunges hergestellt werden kann, braucht es Liquidität und Kapital für Investitionen, auch wenn das Geschäftsjahr 2009 eine Delle aufweist.“

Matthias Heider lobte, dass die Bundesregierung das Heft des Handelns in den Händen halte und hob besonders das Engagement von Sparkassen und Volksbanken bei der mittelständischen Unternehmensfinanzierung hervor.
„Vertrauen ist das einzige Kapital, das den Banken von außen niemand zuführen kann“, schloss Heider und verdeutlichte damit Grenzen und Verantwortung aller staatlichen und privaten Akteure im Finanzsektor.

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