Vereinfachung und Aufstockung der „Überbrückungshilfe III“

Matthias Heider begrüßt die jüngsten Veränderungen bei der sogenannten „Überbrückungshilfe III“. Diese stellt der Bund während der Corona-Pandemie für krisengeschüttelte Unternehmen zur Verfügung. ...

Heider: „Um die coronabedingten Neuinfektionen deutlich zu verringern, haben Bund und Länder am 19. Januar die Verlängerung und Verschärfung von Lockdown-Maßnahmen beschlossen. Gerade in einer so mittelstandsstarken Region wie dem Sauerland hat das unverkennbare Auswirkungen für unsere Unternehmen und Beschäftigten. Umso mehr freue ich mich, dass der Bund die Überbrückungshilfe III nun nochmals erweitert und aufgestockt hat. Zugleich vereinfachen wir den Zugang zu diesem Hilfsprogramm spürbar.

Konkret ist es gelungen, die maximale monatliche Fördersumme auf bis zu 1,5 Millionen Euro pro Unternehmen zu erhöhen. Bisher lag die Förderhöchstgrenze bei 200.000 bzw. 500.000 Euro. Anrechnungsfähige Fördermonate umfassen die Spanne von November 2020 bis Juni 2021.

Außerdem gibt es künftig nur noch ein einziges Kriterium für die Antrags- und Förderberechtigung, namentlich einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Förderzeitraum. Damit entfällt die bisherige Differenzierung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen in unterschiedlichen Zeiträumen, Schließungsmonaten sowie direkter oder indirekter Betroffenheit.

Neu ist auch, dass Abschlagszahlungen sämtlichen antragsberechtigten – und nicht allein von Schließungen betroffenen – Unternehmen offenstehen. Je Fördermonat sind hier bis zu 100.000 Euro möglich. Diese Summe haben wir gegenüber der ursprünglichen Planung, die maximal 50.000 Euro vorsah, glatt verdoppelt.

Verbessert haben wir ferner die Anerkennung weiterer Kostenpositionen: Für Einzelhändler werden Wertverluste unverkäuflicher oder saisonaler Ware als erstattungsfähige Fixkosten anerkannt. Darüber sind Investitionen in die bauliche Modernisierung, Umsetzung von Hygienekonzepten oder Digitalisierungsmaßnahmen anerkennungsfähig. Wer also beispielsweise einen Onlineshop aufbaut, kann dies als Kostenposition verbuchen lassen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat der Bund insgesamt 75 Milliarden Euro an Wirtschaftshilfen bewilligt und ausgezahlt – damit übertrifft Deutschland jedes andere EU-Land. Hinzu kommen das Kurzarbeitergeld mit rund 20 Milliarden Euro sowie das größte Konjunkturpaket in der Geschichte unseres Landes. Auf eine historische Krise reagieren wir mit einer historischen Entschlossenheit, die uns hoffentlich bald aus dem Tal herausführen wird.“

Hinweis: Detaillierte Informationen zur „Überbrückungshilfe III“ können über das Informationsportal des Bundeswirtschaftsministeriums abgerufen werden:
www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

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