Geschäftsführer Gabriel von dem Bussche – Forstwirtschaftsmeister Frank Schneider – Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider – Betriebsleiter Jan-Hinrich Brötje
Geschäftsführer Gabriel von dem Bussche – Forstwirtschaftsmeister Frank Schneider – Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider – Betriebsleiter Jan-Hinrich Brötje
Im Rahmen der bundesweiten CDU-Aktionswoche „Unser Wald“ besuchte Matthias Heider den forstwirtschaftlichen Betrieb der Familie von dem Bussche bei Schloss Neuenhof. Vor Ort kam Heider dabei mit Geschäftsführer Gabriel von dem Bussche,

Betriebsleiter Jan-Hinrich Brötje sowie Forstwirtschaftsmeister Frank Schneider über aktuelle Probleme der Forstwirtschaft ins Gespräch.

Drei Jahre in Folge zu große Trockenheit, Stürme wie Friederike (2018) und Sabine (2020), aber auch und gerade der flächendeckende Borkenkäferbefall machen den Wäldern – nicht nur in Lüdenscheid und Umgebung – schwer zu schaffen. In ganz Deutschland haben Forstbetriebe deshalb mit bis zu 80 Prozent verfallenden Holzpreisen und schweren Ertragsverlusten zu kämpfen.

Die anhaltende Borkenkäferplage hat in diesem Jahr zu einem historischen Höchststand beim Schadholzvorkommen geführt. Allein auf Schloss Neuenhof wurden etwa zehn Jahreseinschläge beziehungsweise rund 100.000 Festmeter Holz geschädigt. Die Familie von dem Bussche geht davon aus, dass in spätestens zwei Jahren der gesamte Fichtenbestand von ihrer Betriebsfläche verschwunden sein wird. Dies werde sich zusätzlich negativ auf die betriebswirtschaftliche Situation auswirken.

Umso wichtiger sei systematische Wiederaufforstung. Dabei setzen die von dem Bussches vor allem darauf, die Baumartenvielfalt auf ihrer Forstfläche auszuweiten, etwa durch Trauben- und Roteichen, Weißtannen oder Douglasien. Bislang machen allein Fichte und Buche zusammen rund 80 Prozent des familieneigenen Waldbestandes aus. Außerdem hoffen die Unternehmer, dass möglichst viel Feuchtigkeit und Kälte in den anstehenden Monaten dazu beitragen werden, die Borkenkäferpopulationen zu reduzieren. Zudem sei die Jagd ein wichtiger Baustein, um das „Ökoystem Wald“ auf natürliche Weise regulieren zu können.

Von der Politik wünschen sich die von dem Bussches vor allem, dass die unterschiedlichen forstwirtschaftlichen Förder- und Hilfsprogramme aus Land und Bund rasch und unbürokratisch umgesetzt werden. So könne betriebswirtschaftliche Liquidität unterstützt werden.

Gabriel von dem Bussche wies zudem darauf hin, dass der Betrieb Mitglied in der „Solidargemeinschaft Holz“ sei, die in Lüdenscheid und Plettenberg die Anwendung einer guten forstwirtschaftlichen Praxis durch schnelle Entnahme von Schadholz und gründliche Aufarbeitung der Flächen befürworte.

Matthias Heider: „Ich werde mich in den nächsten Wochen bei den Mitgliedern der Solidargemeinschaft und auch bei anderen kommunalen und privaten Waldeigentümern weiter über die Arbeiten in den Wäldern informieren. Die schnelle Verteilung der unterstützenden Bundesmittel im Rahmen des Krisenpaketes ist mir dabei wichtig. Generell stehe ich schon seit langer Zeit mit Forstwirten und Waldbauern aus dem Südsauerland im regen Austausch. Dabei habe ich auch Gesprächsrunden mit der zuständigen nordrhein-westfälischen Landesministerin Ursula Heinen-Esser vermittelt, die von allen Beteiligten als sehr produktiv empfunden wurden. Der CDU und auch mir ganz persönlich ist wichtig, dass wir mit möglichst passgenauen Problemlösungen eine gute Zukunft für unsere heimischen Wälder und die bewirtschaftenden Betriebe ermöglichen.“

Zum Abschluss seines Besuches pflanzte Heider dann gemeinsam mit seinen Gesprächspartnern einige Baumsetzlinge, um auch symbolisch die Wichtigkeit der Wiederaufforstung zu unterstreichen.

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