Bundestagsrede - Transformationsprozess in der Automobilindustrie unterstützen!

Matthias Heider, Stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, sprach heute Vormittag im Deutschen Bundestag zur Lage der deutschen Automobilindustrie.

Dabei verwies er einerseits auf die Ausmaße der aktuellen Krise: „Die Branche hat allein in Südwestfalen rund 50.000 Kurzarbeiter gemeldet und Entspannung ist erst einmal nicht in Sicht. Nach wie vor sind Lieferketten zumindest teilweise unterbrochen, während die Nachfrage bezogen auf Automobile bundesweit stark hinkt.“

Andererseits betonte Heider, „dass es zu einfach wäre, jetzt sämtliche Probleme der Automobilindustrie nur an der Corona-Krise festzumachen“. Tatsächlich habe es in den letzten zehn Jahren, etwa mit dem Dieselskandal, „auch hausgemachte Versäumnisse und Fehler“ gegeben. Heider: „Wir brauchen einen grundlegenden Transformationsprozess, um die deutsche Schlüsselindustrie Nummer Eins wieder auf Kurs zu bringen. Unser Aufbruchspaket enthält viele Maßnahmen, die dazu beitragen.“

Beispielhaft nannte Heider mehrere milliardenschwere Programme zur Forschungsförderung, etwa bei der Erforschung der Wasserstofftechnologie und Künstlichen Intelligenz. Außerdem hob der Stellvertretende Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) hervor: „Bis 2024 stecken wir zwei Milliarden Euro in ein Programm zur Förderung von Zukunftsinvestitionen in der Zulieferindustrie. Das wird unsere vielen mittelständischen Unternehmen, die direkt an der Automobilindustrie hängen, stark anreizen.“

Abschließend formulierte Heider eine klare Botschaft: „Den Rahmen hat die Bundesregierung also gesetzt – jetzt kommt es darauf an, dass die Automobilindustrie ihn auch gut ausfüllt! Dann werden wir unser gemeinsames Ziel erreichen können, die Branche zukunftsorientiert aufzustellen und international wettbewerbsfähig zu halten.“


Sehen Sie >>> hier <<< die gesamte Rede.

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