„Bundestag muss als Gesetzgeber die zentralen Entscheidungen selbst treffen – auch in der Krise!“
In der aktuellen Diskussion über die Rolle des Deutschen Bundestages während der Corona-Pandemie äußert sich Matthias Heider wie folgt: 

„Die Arbeitsteilung in unserer parlamentarischen Demokratie ist eindeutig: Das Parlament macht die Gesetze, die Regierung setzt sie um. Das gilt auch während der Corona-Pandemie. Hier haben wir als Parlament der Regierung lediglich zum unmittelbaren Krisenbeginn ausnahmsweise Sonderrechte eingeräumt.

Da die erste Phase überwunden ist, müssen wir nun sicherstellen, dass wir zum demokratischen Normalbetrieb zurückkehren. Das bedeutet für das Parlament: Informationen fordern, Regierung kontrollieren und dann Gesetze anpassen oder nachschärfen. Aus gutem Grund sind die Verordnungsbefugnisse für den Bundesgesundheitsminister befristet gewesen. Die Bundesregierung darf sich nicht daran gewöhnen, einfach mit den Länderregierungen auf eigener Ermächtigungsgrundlage durchzuregieren. Der Bundestag ist und bleibt die gesetzgebende Gewalt in Deutschland. Das gilt auch für die Anpassung und Befristung von Maßnahmen zur Gefahrenabwehr in der Corona-Pandemie.

Wer das in Frage stellt, riskiert, neben einer Gesundheits- und Wirtschaftskrise mittelfristig auch noch eine politische Krise zu bekommen.“

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