Bund will Gigabitgesellschaft bis 2025

Unternehmen und private Haushalte sind auf schnelles Internet angewiesen. 
Bis 2025 will die Bundesregierung die Gigabit-Gesellschaft realisieren. Wie es tatsächlich um die digitale Infrastruktur im südlichen Sauerland steht, diskutierte Matthias Heider jetzt bei der von ihm organisierten Konferenz der Bürgermeister und Landräte in seinem Wahlkreis. Das Ergebnis vorweg: Bund und Kommunen sind auf einem guten Weg, mehr als 1000 km Glasfaserkabel werden in der nächsten Zeit in der Region verlegt. 

Mit der Gigabit-Gesellschaft sind große Ziele verbunden: Durch Glasfaservernetzung sollen Home-Office, Video-Streaming und auch Telemedizin für die Privathaushalte kein Problem mehr sein. Unternehmen sollen vollständig vernetzt arbeiten können. Als Referent war der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Steffen Bilger, zu der Runde gestoßen. Der aktuelle Stand des Breitbandausbaus im südlichen Sauerland stimme laut Bilger positiv. Die beiden Landkreise hätten sich schon früh des Themas angenommen und haben es kürzlich wieder eine weitere Förderungzusage des Bundes erhalten. Dennoch sei allen bewusst, dass der Ausbau von Breitband- und Mobilfunknetzen kein Selbstläufer ist. „Um unser Ziel einer flächendeckenden Gigabit-Versorgung bis 2025 zu erreichen, bringen wir weitere Förderprogramme auf den Weg, die auch die sogenannten grauen Flecke umfassen sollen“, so Bilger.

Der Landrat des Kreises Olpe Frank Beckehoff begrüßt ebenfalls die Förderungen des Bundes: „Dank der Förderprogramme ist es uns gelungen, dass wir bald an all unseren Schulen im Kreisgebiet schnelles Internet zur Verfügung haben. Auch immer mehr Gewerbegebiete können an das Glasfaser-Netz angeschlossen werden.“

Von der Förderung zum Ausbau der grauen Flecken wird insbesondere das Sauerland profitieren können. Denn in der Region sind viele Haushalte und Unternehmen zwar ans Internet angebunden, die Anschlüsse sind aber längst nicht schnell sind wie ein Gigabitanschluss mit Glasfaser. Matthias Heider begrüßte daher die Pläne des Ministeriums. „Gerade für unsere exportorientierte heimische Wirtschaft ist es überlebenswichtig, dass ein schneller Internetanschluss besteht. Sonst ist kein vernetztes Arbeiten möglich. Aber auch für die privaten Haushalte sind gute Internetanbindungen ein Muss, wenn wir eine lebenswerte Region bleiben wollen.“

Neben der Breitbandversorgung war die Mobilfunkabdeckung das zweite große Thema. Noch immer gibt es Teile im Kreis, die über keine ausreichende Netzabdeckung verfügen. Das kann sich nun bald ändern. Die Bundesregierung wird nach der Sommerpause ein Konzept vorlegen, mit dem es möglich sein soll, auch die letzten verbliebenen Lücken im Mobilfunknetz zu schließen. Matthias Heider hob die Bedeutung hervor: „In Zeiten wo wir über Echtzeitverbindungen, Digitalisierung der Landwirtschaft und Industrie 4.0 sprechen und viele Unternehmen schon heute diese Technologien einsetzen, dürfen wir den ländlichen Raum nicht vergessen. Funklöcher müssen der Vergangenheit angehören.“

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