Ein toller Blick hinter die Kulissen im Bundestag

„Einen gut gefüllten Terminkalender hat man als Bundestagsabgeordneter“, stellte Felix Thometzek fest. Der 19-Jährige schlüpfte im Rahmen des Planspiels „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestages für vier Tage in die Rolle des fiktiven Bundestagsabgeordneten Elias Goldmann.

Matthias Heider hatte Felix Thometzek eingeladen, an dem Planspiel teilzunehmen. „Jugend und Parlament gibt einen sehr tiefen Einblick in die Arbeit des Bundestages. Schön, dass Felix diese Chance nutzen konnte“, freute sich Heider.

Als Mitglied im Verfassungssauschuss beriet Felix Thometzek mit den anderen Teilnehmern über die Frage, ob Volksabstimmungen im Grundgesetz festgeschrieben werden sollen. Als Mitglied der fiktiven Partei für Engagement und Verantwortung – einer Partei in Anlehnung an die Grünen – war dies ein Herzensanliegen des Jung-Abgeordneten. Felix Thometzek bekam sogar die Gelegenheit, für seine Vorstellungen bei eine Rede im Plenum des Deutschen Bundestages zu werben.

In seiner Rolle wurde Felix Thometzek aber auch mit dem parlamentarischen Alltag konfrontiert: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig ist, einen Konsens in der eigenen Fraktion zu finden“, berichtete Felix Thometzek im Gespräch mit seinem echten heimischen Abgeordneten, Matthias Heider. „Diese Herausforderung kennen wir gut“, schmunzelte Heider mit Blick auf den derzeitigen Streit zwischen CDU und CSU, hob aber hervor: „Wichtig ist, dass wir über Sachfragen diskutieren und dann für unsere Überzeugungen eintreten.“

Die insgesamt 355 Teilnehmer aus ganz Deutschland diskutierten die Einführung bundesweiter Volksabstimmungen, zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien sowie zur Einführung eines Pfandsystems für Kaffeebecher.

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