Heider zu US-Zöllen: Weitere Eskalation vermeiden

Zu den Verlautbarungen, wonach die Bundesregierung nicht mit einer Verlängerung der Ausnahmeregelungen der USA für die EU-Staaten bei den neuen Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte rechnet, erklärt Matthias Heider, stellv. Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages und Vorsitzender der Parlamentariergruppe USA:

„Ich bedaure die Entscheidung der US-Regierung, künftig Schutzzölle auf europäische Stahl- und Aluminiumprodukte zu erheben. Besonders Deutschland als größter Exporteur innerhalb der EU wird die Auswirkungen der amerikanischen Entscheidung spüren. Wir müssen jetzt dem Drang nach weiteren Strafzöllen als Gegenmaßnahme widerstehen. Kommt es zu weiteren Strafzöllen dreht sich die Eskalationsspirale. Niemand kann wollen, dass sich der gegenwärtige Konflikt zu einem Handelskrieg hochschaukelt. Wir müssen im Blick haben, wie wir die Folgen für unsere Unternehmen und damit auch für die Arbeitnehmer abfedern können. Es ist gut, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel heute mit dem amerikanischen Präsidenten spricht. In der aktuellen Situation helfen nur Verhandlungen, Verständnis für die Position des Gegenübers und vertrauensbildende Maßnahmen. Die EU und die USA haben gemeinsam einen Wirtschaftsraum mit 800 Millionen Menschen. Es ist im beidseitigem Interesse, eine weitere Eskalation zu vermeiden.“

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