SPD-Wahlkampf auf Rücken der Waldbesitzer

Matthias Heider ist entsetzt über die Blockade der Mittel aus dem Corona-Hilfspaket für die Waldbesitzer seitens der SPD. Das Bundesfinanzministerium und das Bundesumweltministerium, beide SPD-geführt, blockieren die Auszahlung ...

... der Waldprämien im Umfang von 500 Millionen Euro, die auf Betreiben der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Anfang Juni im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets bereitgestellt wurden. Dazu Heider: „Die Mittel aus dem Corona-Hilfspaket nur bei Inanspruchnahme der Stilllegungsprämie auszuzahlen ist ein Unding. Die durch die Borkenkäfer geschädigten Waldbauern brauchen Unterstützung. Insbesondere bei uns in Südwestfalen sind die Ausprägungen der Plage deutlich zu sehen. Wenn wir jetzt nicht schnell unterstützen, wird sich die Wiederaufforstung des Waldes über lange Zeit ziehen. Daraus folgen dann sowohl Schäden für die Natur als auch für die Holzwirtschaft und den Tourismus.“

Die Stilllegung von Waldflächen ist auch aus naturfachlicher Hinsicht hoch umstritten. Das Schadholz, das nicht geräumt wird, ist Brutstätte für weitere Borkenkäfer und es setzt CO2 frei. Damit der Wald als CO2-Speicher dienen kann, muss er nachhaltig aufgeforstet werden. Dies gilt insbesondere für das Sauerland, denn dort besteht der Wald vorwiegend aus reinen Fichtenbeständen. Um jedoch einen nachhaltigen Mischwald zu etablieren, braucht es Anpflanzungen und Pflege. Bei einer Stilllegung wird der Wald hingegen sich selbst überlassen. Die Folge ist, dass sich weder auf kurze Sicht die Schadflächen erholen können noch auf lange Sicht heimisches Holz als nachhaltiger Baustoff zur Verfügung steht. Dabei ist Holz einer der nachhaltigsten Rohstoffe überhaupt und ist in der Lage, CO2 langfristig zu binden. Wird das Holz nicht genutzt und verbleibt auf der Fläche, verpufft dieser Effekt.

„Die SPD-Forderungen sind angesichts der Corona-Krise und der Borkenkäferplage ein Schlag ins Gesicht unserer Waldbauern und Forstleute. Mit den beschlossenen Maßnahmen im Corona-Hilfspaket haben wir gute Maßnahmen auf den Weg gebracht, die jetzt nicht blockiert werden dürfen. Es geht um unsere heimischen Wälder. Allein das muss im Vordergrund stehen – und nicht parteipolitisches Kalkül der SPD auf dem Rücken der Waldbauern“, fordert Heider.

Nach oben