Heider eröffnet Harvard-Konferenz und kritisiert US-Strafzölle

Matthias Heider hielt am vergangenen Freitag die Eröffnungsrede zur German-American Conference an der Universität Harvard in Boston, Massachusetts, USA. Die Organisatoren der renommierten Konferenz hatten Heider als Vorsitzenden der Parlamentariergruppe USA des Deutschen Bundestages eingeladen. In dieser Funktion war Heider gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus Berlin angereist.

Vor über 500 Zuhörern, darunter Friedrich Merz, sprach Heider über Wertvorstellungen, die das transatlantische Verhältnis zwischen Deutschland und den USA prägen. In diesem Zusammenhang betonte er, „dass heute wichtiger denn je ist, den grundsätzlich offenen Charakter westlicher Gesellschaften zu bewahren“. Dies gelte in besonderem Maße für das Wirtschaftsleben: „Nachdem TTIP faktisch gescheitert ist, brauchen wir ein neues Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA. Der Austausch wirtschaftlicher Güter darf nicht durch Zölle behindert werden.“

Dabei machte Heider deutlich, dass im Sauerland viele Unternehmen tätig seien, die von US-Strafzöllen stark betroffen wären. Der Wirtschaftspolitiker berichtete: „Gerade von Automobilzulieferern erreichen mich viele besorgte Anfragen. Die Bundesregierung und die Europäische Kommission müssen sich jetzt entschieden für Zollfreiheit zwischen dem europäischen und dem US-amerikanischen Binnenmarkt einsetzen.“

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