Matthias Heider, Vorsitzender der Parlamentariergruppe USA des Deutschen Bundestages und Stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, hat die US-Regierung aufgefordert, die geltenden Visabeschränkungen ...

... für deutsche Arbeitskräfte zu überdenken. Dazu übergab Heider der US-Gesandten Robin S. Quinville im Namen der 106-köpfigen Parlamentariergruppe USA persönlich ein Schreiben.


Heider: „Es kann nicht sein, dass unseren deutschen Unternehmen, die immerhin 700.000 Arbeitsplätze in den USA schaffen, derzeit solche Steine in den Weg gelegt werden. Die transatlantische Partnerschaft beruht auch auf engen und guten Wirtschaftsbeziehungen. Als Parlamentariergruppe USA des Deutschen Bundestages setzen wir uns entschieden dafür ein, dass das auch so bleibt.“

US-Präsident Donald Trump hatte unlängst die Visaerteilung für ausländische Arbeitskräfte massiv eingeschränkt. Die in der vergangenen Woche verkündeten Regelungen sollen mindestens bis zum Jahresende 2020 gelten.

Heider: „Für deutsche Unternehmen mit Standorten in den USA kann das zu einem echten Problem werden – wie uns auch erste Hilferufe betroffener Unternehmen zeigen. Denn dringend benötigte Facharbeiter können nun nicht mehr von Deutschland in die USA reisen, um für ihr Unternehmen notwendige Spezialreparaturen, Montagen oder ähnliche Arbeiten zu verrichten.“ Den US-amerikanischen Arbeitskräften vor Ort mangele es häufig an der erforderlichen Ausbildung, um diese Aufgaben zu erledigen. Besonders für H-1B- und L1-Visa müssten zumindest Ausnahmen geschaffen werden.

Heider betont auch grundsätzlich, „dass wir wieder zu einer Öffnung der Grenzen zwischen den USA und der EU kommen müssen“. Neben Unternehmen litten gerade Familien und Studierende unter den bestehenden Beschränkungen.

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