Heider: „Wenigstens ein kleiner Fortschritt“

Matthias Heider erklärt nach der heutigen Abstimmung im Deutschen Bundestag zum Thema „Organspenden“:

„Knapp 10.000 Menschen warten in Deutschland verzweifelt auf eine Organspende – und es ist unsere mitmenschliche Pflicht, mehr als bisher zu unternehmen, um deren Leben zu retten. Ich hoffe daher sehr, dass die nun vom Parlament beschlossene Zustimmungslösung dazu beitragen wird, die Anzahl der Organspenden deutlich zu steigern. Es ist eine Verbesserung, dass fortan jede Bürgerin und jeder Bürger im Zehn-Jahres-Abstand gezielt auf die Möglichkeit der Organspende angesprochen wird, etwa im Rahmen eines Behörden- oder Arztbesuchs. Dadurch wird jede und jeder Einzelne angehalten, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Ich persönlich bedauere jedoch, dass die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagene Widerspruchslösung nicht kommen wird. Dieser Ansatz hätte nach meinem Dafürhalten noch stärker angereizt, dass die oder der Einzelne aktiv über eine Organspenderschaft nachdenken muss – und zwar im Rahmen eines uneingeschränkt selbstbestimmten Entscheidungsprozesses.

Da die Widerspruchslösung jedoch nicht die erforderliche Mehrheit unter den Abgeordneten erreichen konnte, stimmte ich letztlich für die Zustimmungslösung. Auf diese Weise wollte ich sicherstellen, dass überhaupt eine gewisse Dynamik in das Thema kommt, und hier stellt die Zustimmungslösung wenigstens einen gewissen Fortschritt dar.“

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