Rente wird für Mütter gerechter

Heider lobt Rentenpaket

Der Bundestag hat am Donnerstag das Rentenpaket der Bundesregierung beschlossen. Darin enthalten sind unter anderem Verbesserungen für Mütter (Mütterrente) und für krankheitsbedingte Frührentner (Erwerbsminderungsrente), auch Geringverdiener werden besser gestellt.

Matthias Heider lobte die Beschlüsse: „Die Rente wird gerechter. Es ist richtig, die Erziehungsleistung von Müttern und Vätern bei der Berechnung der Rente anzuerkennen.“

Im Rahmen der sogenannten Mütterrente erhalten insbesondere Mütter, deren Kind vor 1992 geboren wurde, bei der Berechnung ihrer Rente einen weiteren halben Rentenpunkt, womit sich die Rente pro Kind und Monat auf 80,04 Euro erhöht wird. Rund zehn Millionen Mütter werden von dieser Entscheidung profitieren.

Außerdem wird es im kommenden Jahr erhebliche Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente geben. Galt bisher, dass jemand, der wegen gesundheitlicher Probleme nicht weiterarbeiten kann, bei der Rente so gestellt, als hätte er nur bis zum 62. Lebensjahr gearbeitet, wird diese Zurechnungszeit nun bei künftigen Beziehern einer Erwerbsminderungsrente auf die Regelaltersgrenze von 65 Jahren angehoben. „Das ist ein starkes Stück Sozialstaat“, bilanzierte Matthias Heider: „Die Gesellschaft übernimmt Verantwortung für diejenigen, die einen Schicksalsschlag erleiden mussten.“

Heider mahnte zugleich auch an, die Belastbarkeit der jüngeren Generation im Blick zu behalten, die die Finanzierung der Rentenverbesserungen erarbeiten muss. Für die langfristige Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung wurde daher die Kommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ eingesetzt, die bis Anfang des Jahres 2020 Vorschläge für die Zeit nach dem Jahr 2025 vorlegen soll.

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