Neue Entwicklungschancen für die Pflegeberufe

Hohe Standards in der Pflege aufrecht erhalten.

Der Bundestag hat heute in Berlin eine Reform der Pflegeberufe beschlossen. Durch die Reform sollen mehr Fachkräfte in der Pflege bereit stehen. „Wir müssen den Pflegeberuf dringend stärken und aufwerten, damit wir weiter unsere hohen Standards in der Pflege aufrecht erhalten können“, erklärte Matthias Heider. Außerdem solle der gerade auch im Sauerland wachsende Fachkräftemangel bekämpft werden.

Die Zahl der Menschen in Pflegeeinrichtungen, die chronisch krank sind oder an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden, nimmt zu. Gleichzeitig wächst der Fachkräftemangels in der Pflege während die Zahl der Schulabsolventen sinkt.

Der Bundestag hat daher reagiert: Zukünftig wird die Ausbildung in den drei Berufsfeldern Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege verzahnt. „Die Auszubildende sollen es leichter haben, zwischen den Bereichen zu wechseln“, erläuterte Heider.

Die Ausbildung in der Altenpflege und der Kinderkrankenpflege bleibt erhalten. Die Auszubildenden werden zwei Jahre lang generalistisch geschult. Im dritten und letzten Jahr können sie wählen, ob sie einen generalistischen Abschluss anstreben oder sich auf Alten- beziehungsweise Kinderkrankenpflege spezialisieren wollen.

„Ein weiterer wichtiger Schritt um die Ausbildung insgesamt attraktiver zu machen ist der Entfall des Schulgeldes“, erläuterte Heider weiter. Auch bei Umschulungen zur Pflegekraft übernehmen die Arbeitsagenturen und Jobcenter zukünftig die Lehrgangskosten dauerhaft. Bislang war dies zeitlich befristet.

„Mit der Einführung einer hochschulischen Pflegeausbildung wird ein weiteres wichtiges Signal zur Aufwertung des Pflegeberufs gesetzt. Dadurch, dass sich den Studenten zusätzliche Karrierewege erschließen, wollen wir neue Zielgruppen ansprechen. Das berufsqualifizierende Studium vermittelt neben den Inhalten der Pflegeausbildung Kenntnisse über die Gestaltung von Pflegeprozessen oder die Entwicklung von Qualitätsmanagementkonzepten“, so Heider abschließend.

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