Strengere Lärmgrenzwerte nach Autobahnausbau

NRW-Verkehrsminister Wüst zu Besuch bei Matthias Heider

Es war eine gute Nachricht für das Sauerland: der geplante Ausbau der A45. Doch viele Anwohner sind besorgt: Wird es dadurch möglicherweise lauter? NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst beruhigte jetzt bei einem Info-Gespräch die Kommunalpolitiker.

Die A45 wird zwischen Hagen und der hessischen Landesgrenze durchgehend sechsspurig ausgebaut, 33 Brücken werden saniert oder vollständig neugebaut. Ein Segen für die Region und die heimische Wirtschaft, so die einhellige Meinung. Allein zwischen Lüdenscheid und Wenden werden 1,3 Milliarden Euro verbaut; Geld, das der Bund zur Verfügung stellt. Matthias Heider bezeichnet das Projekt gern als „kleines Konjunkturpaket für die Region“, da von Arbeiten voraussichtlich auch der Hotel- und Gaststättenbereich sowie die heimischen Bauunternehmen profitieren werden.

Die Anwohner jedoch erfüllt der Ausbau mit Sorge. Nicht wenige befürchten, dass eine zusätzliche Fahrspur auch mehr Lärm bedeuten wird. Bei einem Ortstermin, mit Kommunalpolitikern aus Olpe, Drolshagen und Wenden zu dem Matthias Heider eingeladen hatte, gab NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) Entwarnung.

Die Ortschaften seien näher an die Autobahn herangerückt, die Sensibilität gegenüber Verkehrslärm größer geworden. Die Grenzwerte für Lärm seien daher seit dem Bau der Autobahn verschärft worden. Mittlerweile betragen sie 59 dB und nachts 49 dB. „Das führt zu der Situation, dass nach den Ausbauarbeiten die neuen Lärmschutzgrenzwerte eingehalten werden müssen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass trotz mehr Fahrspuren die Lärmbelastung sinkt“, so Wüst.

Dieses Signal nahmen die anwesenden Bürgermeister Ulrich Berghof (Drolshagen) und Peter Weber (Olpe) gerne auf und nutzten die Gelegenheit, auf die Sorgen in den anliegenden Dörfern hinzuweisen. Ulrich Berghof: „In Frenkhausen haben wir durch ein Waldstück eine Lücke im Lärmschutz, die wie eine Trompete den Lärm ins Dorf lenkt. Es ist wichtig, dass im Zuge der Baumaßnahmen eine Lösung gefunden wird.“ Olpes Bürgermeister Peter Weber wies auf die Sorgen in Rüblinghausen und Saßmicke hin und warb dafür, Einschränkungen durch die Bauarbeiten, etwa den Abbruch der Talbrücke Saßmicke in enger Abstimmung mit Dorfgemeinschaft und Stadtverwaltung zu planen.

Abschließend zeigte sich Matthias Heider froh über das Gespräch: „Die Bedeutung der A45 für unseren Wohlstand ist immens, denn sie wird als Weg zu Arbeit und als Weg für unsere Waren benötigt. Mit dem verbesserten Lärmschutz wird die Akzeptanz weiter wachsen!“




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